PALLIATIVMEDIZIN

Palliativmedizin ist eine Fachrichtung innerhalb der Medizin, die noch sehr neu ist. Sie gibt eine Antwort auf die Frage, was mit einem Menschen in seinen letzten Tagen geschehen wird, wenn die Krankheit so weit fortgeschritten ist, daß es keine Heilung gibt und einen vielleicht große Schmerzen erwarten. Gibt es hier eine Möglichkeit, selbstbestimmt und in der vertrauten Umgebung in Würde die verbleibende Zeit zu verbringen? Gibt es eine Möglichkeit ohne die Sorge, die Familie zu belasten, zu Hause bis ans Lebensende gepflegt zu werden? Ist man sicher, dass einem große Schmerzen möglichst erspart bleiben?

Palliativ-Ärzte, Hausärzte, Pflegedienste, Hospize u.a. bilden ein Netz, das die Kranken zuverlässig versorgen kann.

Palliativmediziner erwerben das Wissen, Patienten mit schweren Erkrankungen in der letzten Phase ihres Lebens medizinisch zu begleiten, wenn sie in ihrem häuslichen Umfeld in Würde sterben wollen.
Wir, die qualifizierten Palliativmediziner, haben vor der Ärztekammer eine Fachprüfung abgelegt, in der dieses spezielle Wissen (Schmerztherapie, Symtom-Behandlung, juristische Fragestellungen etc.) Thema war.
Ich habe vor der Ärztekammer Westfalen-Lippe diese Prüfung bestanden und nehme nun teil an dem regionalen palliativmedizinischen Konsulardienst. Wir nehmen regelmäßig an unseren palliativmedizinischen Qualitätszirkeln teil, tauschen uns untereinander aus, nehmen an Fortbildungsveranstaltungen teil. Unsere Aufgabe im Konsulardienst ist es, diejenigen
Haus- und Fachärzte zu beraten, die ihre Patienten zu Hause behandeln wollen, statt sie in der letzten Phase des Lebens ins Krankenhaus zu schicken. Krankenhäuser arbeiten normalerweise nicht nach den Regeln der Palliativmedizin, da sie innerhalb des Gesuchtsheitswesens andere Aufgaben haben, die alle darauf ausgerichtet sind, eine vorliegende Erkrankung
zu heilen.

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